Pomade - Ein Klassiker neu entdeckt

Neben Haargel und Spray gibt es ein klassisches Produkt der männlichen Haarpflege, das lange Zeit in Vergessenheit geraten war, aber inzwischen immer mehr Einzug in die Badezimmer und Friseursalons findet – Die Pomade. 

Vom Adel bis zu den Rockabillies – die Geschichte der Pomade 

Der Begriff „Pomade“ stammt aus ihrer damals üblichen Herstellung aus Äpfeln (ital. pomo bzw. franz. pomme). Sie dient dem Formen, Festigen und Pflegen der Haare und ist damit ein Vorläufer des Haargels und anderer Haarstylingprodukte. Haarpomade wird ohne Alkohol hergestellt, sodass sie die Haare nicht austrocknet. Zudem bleibt sie form- und kämmbar. In der Regel besteht Haarpomade aus Vaseline und/oder Mineralölen, Bienenwachs, Kokosnussöl, Olivenöl, Lanolin sowie Duftstoffen. Pomade hat vor allem in den englischsprachigen Ländern eine lange Tradition und ist ein weit verbreitetes Haarstyling- und Haarpflegemittel, das üblicherweise bei Friseuren oder in Drogerien erhältlich ist. Zu den bekanntesten Pomaden-Marken gehören „Sweet Georgia Brown Pomade“, „Murray’s Pomade“, „Black & White" oder „Imperial DAX".

Bereits seit dem 18. Jahrhundert nutzten Männer Pomade, sie galt jedoch lange als Kosmetikprodukt des Adels. Das änderte sich mit den Goldenen Zwanzigern. Damals wurde Pomade zunächst bei der der afroamerikanischen Bevölkerung beliebt, da sie es ermöglichte auch krauses und starkes Haar leichter zu frisieren. Die Boxer-Legende Joe Louis alias „Der braune Bomber“ und der der Stummfilm-Star Rudolph Valentino sind zwei der bekanntesten Verwender der damaligen Zeit. In den 1930er- und 1940er-Jahren gehörten Pomade und Rasierwasser schließlich zur täglichen Herrenpflege.

Ende der 1950er-Jahre erreichte die Verwendung von Pomade unter anderem durch die Haartolle und den sogenannten „Ducktail“ (Entenschwanz) oder „Pompadour“ von Elvis Presley und anderen Rock and Roll-Künstlern ihren Höhepunkt.

In Deutschland war Pomade seit den 1950ern fast völlig in Vergessenheit geraten. Für die breite Bevölkerung wurde sie seit der Nachkriegszeit fälschlicherweise oft mit Schmiere, Schmalzlocken oder öligen Haaren gleichgesetzt, da damals tatsächlich aus Not auf Schmalz, Fett oder Butter als Ersatz für echte Pomade zurückgegriffen wurde. Die sich immer mehr entwickelnde Rockabilly-Szene und die allgemeine Wiederentdeckung der klassischen Herrenpflege hat aber auch hierzulande dazu geführt, dass die Pomade als hochwertiges Haarpflegeprodukt wahrgenommen wird.

Wie benutzt man eigentlich Pomade?

Wir haben die Pomade der australische Marke Uppercut Deluxe in Kombination mit dem Kamm von Brooklyn Soap Company getestet. Für das Styling einfach die gewünschte Menge Pomade in die Handflächen geben und bis zu den Fingerspitzen verreiben. Denkbar einfach in der Anwendung lässt sie sich direkt ins trockene Haar einarbeiten. Der Brooklyn Soap Company Gent’s Comb aus Naturkautschuk hilft beim Kreieren des sogenannten Tight Slick Backs, bei dem das Haar dicht am Kopf nach hinten gekämmt wird. Die Uppercut Deluxe Pomade riecht leicht süßlich und man merkt in der Handhabung, dass sie kein Vergleich zu herkömmlichen Haargels ist – hier hat man ein echtes Powerpaket in der Hand, das auch dickes Haar bändigt. In der Dose hat sie eine dunkle Farbe, beim Stylen ist sie allerdings komplett klar und hat keinen Einfluss auf die Haarfarbe des Trägers.  Besonders toll ist, dass sie sich spielend schnell und einfach mit Wasser ohne Rückstände auswaschen lässt.

Alle Pomaden findest du in unserem Männershop DERGEPFLEGTEMANN.DE

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