Nose - die Parfümerie 2.0

Ein Parfum ist mit Sicherheit das persönlichste Beauty-Produkt überhaupt. Den richtigen Duft zu finden ist dabei manchmal mühsam man greift oft instinktiv zu einer bestimmten Marke oder lässt sich von Flakons beeinflussen – und läuft dabei Gefahr unentdeckte Schätze in den Regalen stehen zu lassen. Wir von Mußler Beauty gehen mit der nose-Duftbar jetzt neue Wege in Sachen Parfum-Beratung und bieten als erste Parfümerie in Deutschland unseren Kunden und Kundinnen diese ganz persönliche Duft-Analyse an. Doch wie funktionert nose eigentlich? Wir haben es natürlich selbst getestet.

Nose ist eine Emanzipierung von Optik, Markenimage und Werbung: Der Duft steht im Mittelpunkt!

Über den roten Teppich geht es hinein in die Mußler Beauty-Filiale in der Stuttgarter Hirschstraße in Stuttgart. An diesem Freitagmorgen empfangen mich nicht nur Hunderte sorgfältig an der Wand aufgereihte Fläschchen und Essenzen, sondern auch die freundlichen Verkäuferinnen. Ich bin schon voller Spannung auf die neue Attraktion des Hauses. Die Grundidee des revolutionären nose-Konzepts aus Frankreich: Der Kunde bekommt eine Art „Duft-Profil“ erstellt, anhand dessen Empfehlungen ausgesprochen werden. Im Gegensatz zum normalen Prozedere beim Duft-Kauf bekommt man während der Beratung weder Marke, noch Flakon zu Gesicht. Lediglich durch den Geruch soll die Entscheidung getroffen werden. Damit wird das in den Mittelpunkt gestellt, was ein Parfum eigentlich ausmacht: Sein individueller Duft und dessen Wirkung auf uns.

Parfum-Auslese mit Erlebnis-Charakter statt mechanischem Duft-Marathon.

Vor mir ist eine lange, dunkle Holztheke aufgebaut, stilvoll geschmückt mit hellen, frischen Blumen. Davor ein kleines Regal, auf dem sich allerlei kleine Fläschchen wie in einer Apotheke aneinanderreihen. Schon jetzt merkt man als Kundin den Unterschied zum normalen Kauferlebnis: Hier wird die Beratung stilvoll umrahmt und zur besonderen Erfahrung – für die man sich übrigens mindestens 20 Minuten Zeit nehmen sollte. Ich bekomme gleich einen Kaffee oder Wasser angeboten, was den gediegenen, serviceorientierten Charakter des nose-Konzepts unterstreicht. Die nose-Analyse wird mit Hilfe eines Tablets durchgeführt. Im System gespeichert sind zahlreiche Nischen-Parfums und Duftnoten, jahrelang recherchiert und analysiert durch sieben internationale Top-Parfumeure. Nach einer kurzen Erklärung durch die Mitarbeiterin kann ich hier meine Eingaben machen. Alles beginnt mit der Abfrage klassischer persönlicher Daten durch sieben Fragen: Alter, Geschlecht, Kontaktdaten, Wohnort etc. Hier ist übrigens sogar das Land wichtig, denn die Vorstellung von süß unterscheidet sich zum Beispiel bei Europäern und Asiaten. Danach gibt man als Kunde seine letzten drei Parfums inklusive Marke an. Daraus ergibt sich eine „Duftpyramide“, die anzeigt, welche Duftnoten man bevorzugt. In meinem Fall waren das orientale und fruchtige Noten. Das Programm berechnet daraus fünf Empfehlungen, die durch die Mitarbeiterin auf Teststreifen gesprüht werden. Der Kunde kann die Produktbeschreibungen zu den Parfums lesen wenn er möchte – allerdings weiß man nicht, welcher Duft auf welchem Streifen ist.

Das Grundprinzip von nose wird deutlich: Totale Objektivität, nur die Nase soll entscheiden.

Dazu wird mir ein kleines Brett vorgelegt, edel in dunklem Holz gearbeitet. Darauf ist eine Skala von -5 (gefällt mir überhaupt nicht) bis 5 (Gefällt mir sehr) abgebildet, auf der ich meine fünf vorgeschlagenen Düfte nun anordnen kann. Wichtig: danach muss ich kurz vor die Tür, um mit frischer Luft die Nase noch einmal zu neutralisieren – danach können die fünf Düfte nochmal umgelegt werden oder sie bleiben an ihrer Position. Die aufmerksame Mitarbeiterin kehrt zurück und gibt die Werte in das Tablet ein, wodurch nochmals drei neue Empfehlungen ausgespuckt werden. Mit diesen Düften passiert dann dasselbe wie im ersten Durchgang: Aufsprühen, riechen, bewerten, frische Luft, bewerten. Von den Düften mit den höchsten Bewertungen konnte ich auswählen, welchen ich direkt auf der Haut riechen möchte. Übrigens reichen bei den meisten Menschen ein bis zwei Durchgänge bis ein Parfum gefunden ist, das mit 4 oder 5 bewertet wird. Theoretisch können aber unendlich viele Runden durchgeführt werden, wobei aus den Bewertungen der Vorrunde immer wieder neue, genauere Empfehlungen generiert werden.

Als Endergebnis wurde mir Angelo Di Fiume von Linari empfohlen, ein Duft, auf den ich alleine wahrscheinlich nicht gekommen wäre. Er entspricht aber durchaus meinem Parfumtyp. Auch Love in Black von Creed und Cocobello von Heeley waren unter meinen Highlights – denn man kann am Ende natürlich die Teststreifen umdrehen und das Mysterium lösen. Möchte man das empfohlene Parfum kaufen, wird es mit einem Herz im persönlichen Profil markiert und gespeichert. Außerdem kann man alternativ auch eine Probe kaufen, wenn man den Duft noch einmal länger testen möchte. Das nose-Profil bleibt in der Parfümerie gespeichert, kann aber regelmäßig aktualisiert werden – schließlich ändert sich der Geschmack auch bei Düften.

Das nose-Konzept ist definitiv eine Revolution für den Markt und wenn man darüber nachdenkt eigentlich überfällig, führt es uns als Kunden doch dorthin zurück, worauf es beim Parfum ankommt: Den Duft und seine Wirkung auf uns – quasi die Essenz der Parfumerie.

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